Sehenswürdigkeiten in Stuttgart 
Sehenswürdigkeiten in Stuttgart

Sehenswürdigkeiten in Stuttgart


Mercedes-Benz-Museum

Mercedes-Benz gehört untrennbar zu Stuttgart. In Bad Cannstatt vor den Toren der schwäbischen Metropole wurde 2006 das Mercedes-Benz-Museum eröffnet, direkt neben dem Mercedes-Benz-Center und dem Werk Untertürkheim. Bis 2006 war das Museum noch auf dem Werksgelände Untertürkheim eingerichtet. Auf neun Etagen und einer Ausstellungsfläche von rund 17.000 m² werden hier Oldtimer und andere Exponate zur Automobilgeschichte und der Geschichte des Unternehmens gezeigt. Der moderne Bau stammt vom niederländischen Architekten Ben van Berkel. In zwei Rundgängen können Besucher die Geschichte des Automobils von der Erfindung Ende des 19. Jahrhunderts bis heute nachvollziehen. In den Collectionsräumen werden verschiedene Fahrzeuge der Marke Mercedes-Benz vorgeführt. Diese Exponate reichen von Schwerlastwagen, Linienbussen, PKWs, Rettungsfahrzeugen bis hin zum Papamobil von Papst Johannes Paul II. Zu den bedeutenden Exponaten gehören auch die Dienstfahrzeuge von Konrad Adenauer oder des letzten Kaisers Wilhelm II. sowie einige Rennwagen. Die Daimler-Benz AG besaß eine große Fahrzeugsammlung, die schon im ersten Museum zu sehen war. Natürlich kommt auch die Technik nicht zu kurz, hier erfahren Besucher Vieles aus dem Berufsalltag der Ingenieure und Techniker. Das erste Museum auf dem Werksgelände entstand in den 1950er Jahren, das in den 1980er Jahren renoviert wurde. Im Jahr 2000 entschied sich das Unternehmen aufgrund der Platzverhältnisse und der für Besucher ungünstigen Lage im auf dem Werksgelände für einen Neubau, der im Mai 2006 eröffnet werden konnte und wo im gleichen Jahr die renommierte Bambi-Verleihung stattfand.


Wilhelma

Der zoologisch-botanische Garten im maurischen Stil mit fast 8.000 Tieren und 6.000 Pflanzenarten gehört heute nicht nur zu den artenreichsten in Europa, sondern auch zu den schönsten Zoos weltweit. Ursprünglich wollte der König von Württemberg, Wilhelm I. das Schlossanwesen lediglich für private Rückzugsmöglichkeiten errichten lassen. Die Bau- und Vergrößerungsvorhaben wurden von 1842 – 1853 schrittweise realisiert. Der heutige Name des Zoos geht auf das erst erbaute Gebäude zurück, welches der König „Wilhelma“ nannte. In den wunderschön angelegten Gartenanlagen und Gewächshäusern finden sich zahlreiche Pflanzensorten wie beispielsweise bedeutende Orchideen, Mammutbäume, fleischfressende Pflanzen und auch die größten Seerosen der Welt, welche pro Blatt eine beeindruckende Gewichtslast von 70 Kilogramm aushalten können. Zu den neueren Errungenschaften des Zoos gehört das Amazonashaus, welches in aufwendiger Bauweise einem Regenwald nachempfunden wurde. Viele im Amazonas beheimateten Tiere sind hier anzutreffen wie beispielsweise: Krokodile, Kaimane und diverse Vogelarten. Weitere Attraktionen sind die afrikanischen Tier- und Raubarten, die Eisbärenanlage und das Menschenaffengehege. Zu Fütterungszeiten kann man dem bunten Treiben der Schimpansen zusehen, die an Wänden und Seilen hochklettern, sich gegenseitig das Futter streitig machen oder liebevoll um ihren Nachwuchs kümmern. Ein weiterer Höhepunkt der Wilhelma ist das weltberühmteste und zugleich größte Aquarium Süddeutschlands. Angelegt in einem Rundgang kann man die Unterwasserwelt der Süß- und Salzwasserfische auf Augenhöhe bestaunen. Atemberaubend schön sind die neonfarbigen Korallenarten, hinter denen Seepferdchen und andere Meeresbewohner zum Vorschein kommen. Wer sich von der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt faszinieren lassen will, kann den Zoo täglich besuchen - garantiert für jede Altersklasse ein einmaliges Erlebnis und tierisches Vergnügen!


Neues Schloss

Direkt im Zentrum von Stuttgart und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Alten Schloss befindet sich das Neue Schloss. Seine Entstehung verdankt es Herzog Carl Eugen von Württemberg, dem das Alte Schloss nicht standesgemäß genug war. Der Grundstein für die Barockresidenz des Herzogs wurde 1746 gelegt. Bis 1751 war ein italienischer Baumeister für den Bau zuständig, unter seiner Regie wurde das „Corps de logis“ und der Gartenflügel erbaut. Nach dessen Tod übernahm ein Pariser Architekt die Federführung, der Kenner des modernen Schlossbaus war. Bis 1756 standen der Rohbau des Stadtflügels und der Mittelbau, außerdem war die Innendekoration des bereits bestehenden Gartenflügels und des „Corps de logis“ vollendet. 1762 jedoch brannte der Gartenflügel völlig aus. Daraufhin wurde der Innenausbau des Stadtflügels vorangetrieben, wo Herzog Carl Eugen 1763 schließlich seinen Geburtstag feierte. Aufgrund vieler Auseinandersetzungen verlegte der Herzog jedoch seine Residenz nach Ludwigsburg und ließ die Arbeiten am Neuen Schloss abbrechen. Erst 1775 und 1782 ließ er Teile des Schlosses instand setzen und den Marmorsaal fertig stellen. Bei seinem Tod 1793 waren einige Räume ausgestattet, der Gartenflügel im Rohbau wieder erstellt – aber fertig war das Schloss nicht. Bis ins 19. Jahrhundert setzten sich die Arbeiten fort, mehrfach wurde umgestaltet. Seit 1918 ist das Neue Schloss in Staatsbesitz und diente zunächst als Museum. Während der letzten Monate des 2. Weltkrieges wurde das Schloss durch mehrere Bombenangriffe zur Ruine. Nach langwierigen Diskussionen über mehrere Jahre bezüglich des weiteren Schicksals des Schlosses, wurde 1957 entschieden, es wieder aufzubauen und für Verwaltungszwecke zu nutzen. Einzelne Räume wurden originalgetreu restauriert und dienen heute dem Land Baden-Württemberg zu Repräsentationszwecken.


Landesmuseum_wuerttemberg

Im Alten Schloss Stuttgart ist heute das Landesmuseum Württemberg untergebracht. Es gehört zu den größten Museen in Baden-Württemberg umfasst die Landesgeschichte von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Neben interessanten Dauerausstellungen gibt es auch immer wechselnde Sonderschauen zu kulturhistorischen Themen. Zu den Besonderheiten des Museums gehören Kunstwerke aus dem Höhlen der Schwäbischen Alb, Grabbeigaben des Keltenfürsten von Hochdorf, prächtige Renaissanceuhren aus dem 16. Jahrhundert und Schätze der württembergischen Herzöge. Im Neuen Schloss befindet sich ebenfalls ein Teil des Landesmuseums, das Römische Lapidarium. Aus römischer Zeit stammen auch Inschriftensteine, Reliefs und Skulpturen. Seit 2010 gehört auch das Kindermuseum Junges Schloss zum Landesmuseum. Hier werden die Ritter des Mittelalters lebendig und vieles mehr. Kinder zwischen 4 und 12 Jahren erfahren hier alles über Geschichte und können etwa exotische Gewürze probieren. Im nächsten Jahr kann das Museum sein 150-jähriges Bestehen feiern. Daher werden einige Bereiche der Sammlung modernisiert und umgebaut. Die Dauerausstellungen sind jedoch weiterhin zugänglich. Dazu gehören u.a. eine Glassammlung, die herzogliche Kunstkammer sowie der Kronschatz der württembergischen Könige, die klassische Antike, das Mittelalter, die Kultur der Kelten sowie die römische Geschichte. Damit bietet das Landesmuseum Württemberg viel Abwechslung und zudem Interessantes und Wissenswertes für große und kleine Besucher. Ein Museumshop, gastronomische Angebote, Führungen und die Möglichkeit, Betriebsfeste oder private Feiern zu veranstalten, runden das umfangreiche Museumsangebot ab.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Stuttgart

Bundesland:
Baden-Württemberg

Regierungsbezirk:
Stuttgart

Landkreis:
Stadtkreis

Höhe:
245 m ü. NN

Fläche:
207,36 km²

Einwohner:
601.646

Autokennzeichen:
S

Vorwahl:
0711

Gemeinde-
schlüssel:

08 1 11 000



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